Wie wird Social Media – allgemein und mit Fokus auf die Schweiz – genutzt?

Mai 15, 2009

Simon Künzler
Inhaber
xeit GmbH

Social-media-marketing-madness-cartoon - copyright hubspot

Social Media Marketing – diese drei Wörter stehen für eine grundlegende Veränderung des User-Verhaltens. Die Nutzerzahlen von Sozialen Netzwerken schiessen weiterhin in die Höhe, Facebook und Twitter stehen dafür als beste Beweise. Da sich die breite Masse mit ihren jeweiligen Zielgruppen auf diesen Netzwerken bewegt und organisiert, wird Social Media auch für Unternehmen, speziell im Marketing- und Kommunikationsbereich, immer wichtiger – unumgänglich besser gesagt. Denn: Märkte sind Gespräche. Und wie partizipiert die Schweiz an diesem Gespräch?

Facebook hat weltweit die 200 Millionen-Nutzer-Grenze überschritten, der Microblogging-Service Twitter hat in den letzten zwei Monaten über 17 Millionen US-amerikanische Unique Visitors verzeichnet (Vergleich März 2009: 9,3 Millionen Unique Visitors) – ein vorzeitiger Einbruch der Wachstumskurve ist nicht absehbar. Im Gegenteil. Kein Wunder also, dass die Unternehmen keine andere Wahl haben, als auf dieses Phänomen zu reagieren. Leider sind dennoch viele Firmen noch zurückhaltend, wohl auch aus dem Grund, da sie nicht genau wissen, wie sie mit den neuen Möglichkeiten umgehen sollen / können. Doch dazu später mehr.

Social Media-Nutzung in der Schweiz – Facts & Figures

Auch in der Schweiz gewinnen die Sozialen Netzwerke weiter an Popularität – Spitzenreiter bezüglich Besucherzahlen war im Monat März die Video-Plattform YouTube mit 1‘289‘000 verzeichneten Besucher, dicht gefolgt von Facebook mit 1‘118‘000 Besuchern. Das Micro-Blog Twitter liegt mit „nur“ 40‘000 Besuchern eher am anderen Ende der Rangliste. Aber bitte keine falschen Schlüsse ziehen: Twitter ist noch eine sehr junge Plattform, die in nur wenigen Monaten ein erstaunliches Wachstum verzeichnen konnte. Dies dürfte in einigen wenigen Monaten ganz anders aussehen – Twitter wie auch Facebook dürften diesbezüglich weiter zulegen.

Schweizer Unternehmen zurückhaltend?

Leider erkennen viele Unternehmen den Nutzen (noch?) nicht, was ihnen den Einsatz von Social Media bringen kann: Lange wurde beispielsweise Twitter als reines „Spielzeug“ verspottet und die Zurückhaltung gegenüber Sozialen Netzwerken ist weiterhin spürbar. Viele Firmen gehen sogar soweit, ihren Angestellten den Gebrauch von Social Networks zu verbieten – Angst vor Hacker-, Fishing- und Viren-Angriffen, Befürchtungen um potenzieller Image-Verlust oder resultierende abnehmende Arbeitsmoral werden als Gründe dafür genannt. Doch dabei werden zwei Themenkreise miteinander vermischt: Grundsätzlich werden die Risiken mehr und emotionaler gewertet als die Chancen. Es ist verständlich, dass ein Chef nicht tolerieren kann und will, wenn sich die Angestellten nur noch auf Facebook aufhalten und dadurch ihre Arbeit vernachlässigen – doch es gibt andere, bessere Wege, dies zu regeln: Diese Probleme entstehen meist, da eine gewisse Unwissenheit seitens der Arbeitnehmer herrscht. Ist das private Surfen im Netz erlaubt oder nicht? Besser als Verbote sind unserer Meinung nach klare, strikte Richtlinien, in denen der ganze Gebrauch klar und deutlich abgehandelt wird. Es gibt sogar schon Studien, die besagen, dass der Gebrauch von Web 2.0-Anwendungen förderlich auf die Arbeitsmoral von Angestellten wirkt…

Denn die Netzwerke bieten, wie nun schon mehrmals erwähnt, grosse Chancen für ein Unternehmen:

• Anwendungen wie beispielsweise Twitter können für das Recruiting, als Kommunikationskanal oder als Monitoring-Tool dienen.

• Über die Plattformen können Netzwerke geknüpft, erweitert und gepflegt werden.

• Märkte sind Gespräche: Die Zahlen sagen klar und deutlich aus, wo sich die Zielgruppen zur heutigen Zeit aufhalten – auf den Sozialen Netzwerken.

Über diese Netze können Zielgruppen effizient und exakt beworben werden. Durch die Möglichkeit, eine Kampagne genau auf ein Zielpublikum zu konzipieren, entsteht, vergleichsweise zu „klassischen“ Werbemitteln wie zum Beispiel den Printmedien ein minimer Streuverlust. Die Wirkung und den Erfolg einer Kampagne lassen sich exakt messen. Die Fakten über Social Media sind, den Zahlen sei Dank, nicht mehr streitbar. Denn jetzt ist es für Unternehmen höchste Zeit, den Schritt ins „neue Zeitalter“ zu wagen. Auch die amerikanische Regierung um Präsident Obama hat’s getan…

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: