Top 5 Affiliate Marketing Konzepte

Juli 28, 2008

Andi Nigg
Team Leader Campaigns
TradeDoubler Schweiz

Im Unterschied zu CPM (TKP) Vergütungen werden Websites bei CPA-Modellen (CPA  heisst „Cost per Acquisition“, das klassische Affiliate Marketing Modell) nur dann vergütet, wenn irgend eine Transaktion (Sale, Impression Sale, Lead, Impression Lead) darüber getätigt wird. Die eigentlichen Kontakte, bzw. Impressions werden nicht vergütet. Dennoch rechnen Publisher auch bei CPA-Modellen ihre Einnahmen häufig auf eCPM  (effektive TKP-Einnahmen) um.
Wenn wir hier nun über Publisher und Einnahmen sprechen, so  denken die meisten sicherlich an „Bannerwerbung“ in den gängigen IAB-Formaten. Es existieren aber duchaus weitere, teilweise hochinteressante Konzepte, welche auf CPA-Programme abgestimmt sind.

Folgend möchte ich ein Top-5 Listing mit den erfolgreichsten Geschäftsmodellen im Affiliate-Bereich vorstellen. Natürlich darf ich keine konkreten Beispiele oder Websites nennen, sondern muss die Modelle als Ganzes behandeln.

Top 5 Earners im Affiliate Bereich:

1) Keyword Bidding

Ein Keyword Bidder kauft Traffic von grossen Suchmaschinen und anderen Traffic-Quellen (Google, Yahoo, Miva, Overture, etc.) aufgrund bestimmter Keywords. Der Traffic wird entweder auf eine eigene Landingpage oder dann auf diejenige des Merchants weitergeleitet.

Tip: Auf die Conversion achten, Keyword-Portfolio nicht zu breit streuen, mehrere CC`s von Vorteil

Pro: Sehr gute Verdienstmöglichkeiten
Contra: Hoher Risikofaktor, Risikobudget muss vorhanden sein, teilweise harter Wettbewerb um beliebte Keywords

 

2) Bonus Programme

Ein Bonusprogramm ist eines der geeignesten Modelle in Bezug auf CPA Programme überhaupt. User bekommen Bonuspunkte  für getätigte Einkäufe. Diese Punkte können dann gegen Produkte oder Dienstleistungen eingetauscht werden. Dieses Modell kennt man bestens aus der „Offline-Welt“ (Bsp.: MIGROS Cumulus). Die Abläufe funktionieren bei modernen Online-Bonusprogrammen vollautomatisch. Die gutgeschriebenen Punkte kann der User selbst mittels Gutscheincode jederzeit gegen Prämien in diversen OnlineShops einlösen. Für die Betreiber der Website entsteht somit wenig Aufwand in der Abwicklung sämtlicher Vorgänge.

Tip: Vollautmatisierte Bonusprogramme minimieren den Aufwand. Grosses Produktportfolio von Vorteil, Auch CPL Kampagnen können beworben werden

Pro: Recurring Business (regelmässige Transaktionen, z.B. Einkäufe bei LeShop)
Contra: Aufwändige Programmierung, teure Bewerbung (Branding, PR, etc.)

 

3) Preisvergleich-Websites

Ein Preisvergleich ist ein Online-Dienst, bei welchem sich der User ein Bild über diverse Produkte (Elektronik, Technik, Haushalt, Freizeit, Sport, etc.) machen kann (Features, Promotionen, Preisangaben, etc.). Die Produktinformationen werden von den Merchants selbst oder über Affiliate-Anbieter wie  TradeDoubler, Zanox oder Affilinet zur Verfügung gestellt. Häufig werden nebst einem oder mehreren Produkt-Bildern auch eine Beschreibung, Preisangaben oder sonstige Details mitgeliefert.

Tip: Effektiven Mehrwert für User mit grosser Shop/Produkteauswahl bieten. Seitenaufbau in Bezug auf SEM (organic search results) beachten

Pro: Recurring Business, gute SERPs Positionen -> Organic Traffic
Contra: Aufwändige Programmierung, (mögliche) Schwierigkeiten bei Product-Feeds

 

4) Media Buying

Unter MediaBuying versteht man den Einkauf von Online Traffic. Das klassische MediaBuying Modell besteht aus „equal matrix deals“, d.h. wenn Traffic auf TKP Basis eingekauft wird so entsteht der Gewinn durch einen erhöhten Wiederverkaufs-TKP-Preis. Häufig werden sogenannte „Traffic-Pakete“ eingekauft. Man verhandelt also über z.B. 50 Mio Impressions, welche über einen bestimmten  Zeitraum zur Verfügung stehen.
Bei solchen Arbitrage Modellen kommt es auch häufig dazu, dass Traffic nicht mit dem gleichen Abrechnungsmodell weiterverkauft  wird, d.h. CPM-Traffic kann mit CPA Programmen oder CPC Kampagnen monetarisiert werden.

Tip: Bei Arbitrage-Deals Einfluss auf die Event-Gestaltung nehmen  (z.B. wie viele Felder müssen bei einer Newsletterregistration ausgefüllt werden?, ist die Landingpage optimal gestaltet?, etc.)
Pro: Relativ einfache Skalierbarkeit, hohe Profitabilität bei gut funktionierenden Modellen
Contra: Häufig grosses Investitionsvolumen nötig

 

5) Portale / Special Interest / Networks

Die fünfte Gruppe der Top 5 Earners im Affiliate Bereich stellen grosse Portale, Netzwerke und special Interest Sites dar. Diese Publisher können z.B. Online-Abteilungen von Zeitungen, Online-Communities oder sogenannte „vertical sites“ (websites zu einem bestimmten Thema) sein. Neben der klassischen Bannerwerbung &  Affiliate Marketing generieren solche Websites zusätzlichen Umsatz mit z.B. Product Placements, Sponsoring, paid listings, kostenpflichtige Dienste, etc.

Tip: Soziodemographisches Targeting von Anfang an in die Prozesse integrieren. Nachträglich Daten zu sammeln ist schwierig.

Pro: Recurring Business, Mouth-to-Mouth
Contra: Serverkosten, redaktioneller Aufwand, grosse Portale müssen intensiv betreut werden

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