Online-Videos ergänzen klassischen TV-Konsum

Juli 25, 2008

Mark Berger
COO
PartyGuide.ch AG

Internet für Jugendliche wichtiger als Fernsehen

Bewegtbilder dominieren den Alltag und das Mediennutzungsverhalten unserer Gesellschaft. Wie aus dem aktuellen Nielsen-Bericht „three-screen“ hervorgeht, entwickelt sich parallel zum klassischen TV auch eine zunehmend videozentrierte Internetnutzung. Dabei vermindert das Online-Medium nicht den Fernsehkonsum, sondern steigert insgesamt die Zeitdauer, die heutzutage vor Bildschirmen jeglicher Art verbracht wird.


Zunehmende Popularität von Videoportalen

Wie die „New York Times“ berichtet, saßen die US-Bürger im Mai durchschnittlich 127 Stunden vor dem TV-Gerät und widmeten sich 26 Stunden dem Internet. Sowohl die ins Fernsehen als auch ins Web investierte Zeit hat im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Die jüngsten Zahlen zeigen auch, dass Online-Videos nicht länger als Neuheit gelten, sondern mittlerweile für eine breite Masse zur Normalität geworden sind. So schauen in den USA inzwischen zwei Drittel aller Internetuser bzw. 119 Millionen Menschen Videos im Netz. Im direkten Vergleich zum Fernsehen ist der Online-Videokonsum noch immer gering. Die zunehmenden Popularität der Videoportale hat aber längst das Interesse von Medienkonzernen und Werbetreibenden geweckt. Immer mehr Unternehmen setzen bei ihren Werbemaßnahmen auch auf Fernsehwerbung im Internet.
Online-Videokonsum

Gleichzeitig bieten auch immer mehr TV-Sender große Teile ihres Programms zusätzlich im Netz an. Vor allem bei den nachkommenden, jungen Generationen wird das Web als Bezugsquelle für Bewegtbild-Inhalte immer wichtiger. Langfristig werde das klassische Fernsehen für Jugendliche unter 20 Jahren in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, meint etwa Goldmedia-Geschäftsführer. Trotzdem herrscht bislang keine Bedrohung für die Fernsehsender. So kommen laut dem Nielsen-Bericht auf jede Stunde Online-Videokonsum 57 Stunden, die von den Nutzern vor den TV-Bildschirmen verbracht werden.

Videoinhalte auf Handys

Neben Fernsehen und Internet werden Bewegtbilder auch zunehmend mehr über mobile Geräte konsumiert. Derzeit beziehen in den USA etwa 4,4 Millionen Menschen Videoinhalte auf ihren Handys. Noch kann nicht von einer Mainstream-Nutzung gesprochen werden. Laut Nielsen verbringt ein durchschnittlicher User allerdings mit drei Stunden und 15 Minuten pro Monat eine beachtliche Zeit mit den mobilen Videos. Auch in Europa befindet sich der Bereich Handy-TV noch ein Nischenmarkt, doch mit zahlreichen neuen Angeboten steigt langsam auch die Verbreitung. Weltmarktführer für die mobile Nutzung von TV-Inhalten ist nach wie vor Japan.

inside-digital.de
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